Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Die Checkliste in 10 Schritten
Eine neue Website soll mehr Kunden bringen – nicht weniger. Mit dieser Checkliste behalten Sie Ihre Google-Positionen beim Relaunch und nutzen ihn für mehr Sichtbarkeit.

Ein neuer Webauftritt ist für viele Unternehmen ein großer Schritt: modernes Design, bessere Texte, endlich mobil optimiert. Umso ärgerlicher, wenn nach dem Start plötzlich weniger Anfragen kommen, weil die Seite bei Google abgerutscht ist. Das passiert häufiger, als man denkt – und lässt sich mit guter Vorbereitung fast immer vermeiden.
Warum Relaunches Rankings kosten können
Google hat Ihre bisherigen Seiten über Jahre kennengelernt. Ändern sich Adressen, verschwinden Inhalte oder wird die Seite langsamer, beginnt die Bewertung teilweise von vorne. Die gute Nachricht: Ein sauber geplanter Relaunch ist eine Chance, sichtbarer zu werden als vorher.
Die Checkliste in 10 Schritten
1. Bestandsaufnahme machen
Erfassen Sie alle bestehenden Seiten, idealerweise mit einem Crawler oder aus der alten Sitemap. Notieren Sie, welche Seiten die meisten Besuche und Anfragen bringen.
2. Daten aus der Search Console sichern
Exportieren Sie die wichtigsten Suchbegriffe und Seiten der letzten Monate. Sie sind Ihre Messlatte für den Vergleich nach dem Start.
3. Starke Inhalte behalten
Seiten, die gut ranken, werden überarbeitet und verbessert – aber nicht ersatzlos gestrichen. Was Google an einer Seite schätzt, ist oft genau der Text, den man beim Relaunch kürzen möchte.
4. Weiterleitungsplan erstellen
Jede alte Adresse, die sich ändert, braucht eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die passende neue Seite – nicht pauschal auf die Startseite. Das ist der wichtigste Schritt der ganzen Liste.
5. Titel und Beschreibungen übertragen
Seitentitel und Meta-Beschreibungen sollten mindestens so gut sein wie vorher. Prüfen Sie jede wichtige Seite einzeln.
6. Ladezeit messen
Eine neue Seite darf nicht langsamer sein als die alte. Große Bilder, viele Schriften und externe Skripte sind die häufigsten Bremsen. Google PageSpeed zeigt Ihnen schnell, wo Sie stehen.
7. Mobil und barrierearm testen
Die meisten Besuche kommen heute vom Smartphone. Prüfen Sie Menüs, Formulare und Lesbarkeit auf echten Geräten. Seit Mitte 2025 gelten mit dem Barrierefreiheitsgesetz zudem für viele Onlineshops und digitale Dienstleistungen strengere Anforderungen.
8. Strukturierte Daten und lokale Signale
Firmenname, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten sollten einheitlich und für Google lesbar hinterlegt sein. Für lokale Suchen in Wien ist auch ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil entscheidend.
9. Testumgebung vor Google schützen
Die neue Seite wird meist vorab auf einer Testadresse gebaut. Diese sollte für Suchmaschinen gesperrt sein – und die Sperre beim Start unbedingt aufgehoben werden. Ein vergessener „noindex"-Eintrag ist einer der häufigsten Relaunch-Fehler.
10. Nach dem Start kontrollieren
Reichen Sie die neue Sitemap in der Google Search Console ein und beobachten Sie in den ersten Wochen Fehlerseiten, Indexierung und Positionen. Leichte Schwankungen sind normal, deutliche Einbrüche sollten Sie sofort prüfen.
Fazit
Ein Relaunch ist kein reines Designprojekt. Wer Weiterleitungen, Inhalte und Technik von Anfang an mitplant, startet mit einer schöneren Website – und besseren Chancen bei Google.
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